Umzüge

Umziehen gehört in dieser Stadt zum täglich Brot, so scheint es mir manchmal. Ständig hören wir von  Menschen die umziehen. Auch wir sind ja schon einmal innerhalb der Stadt umgezogen. Es ist wohl auch ein Teil der Kultur hier in Nordamerika. Die Menschen hier sind nicht so sesshaft wie wir in Deutschland. Das Leben richtet sich oft nicht am Wohnort aus, sondern der Wohnort am Leben.

Umzüge sind auch für uns ein Teil unseres Alltags hier im Matthew House (MH ist ein Flüchtlingsheim in dem wir gerade wohnen und mitarbeiten). Es ist ein Kommen und Gehen. Mitbewohner ziehen aus und andere ziehen ein und das ist auch gut so. Das Matthew House will den Flüchtlingen hier einen guten Start in ihr neues Leben geben, dazu gehört auch auf eigenen Beinen zu stehen und eine eigene Wohnung zu haben. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Diesen Schritt haben diese Woche wieder zwei unserer Bewohner geschafft. Sie haben eine Wohnung gefunden und sind ausgezogen.  Umzugstage sind emotionale Tage. Das Matthew House ist für viele eine Familie geworden, ihre erste Heimat im neuen, fremden Land. Da fließen dann auch mal Tränen bei der Verabschiedung.

Das Matthew House hilft dabei so gut es geht. Wir haben eine ganze Doppelgarage hinter unserem Haus in der wir Dinge wie Matratzen, Geschirr, Stühle, Handtücher, Schränke, Decken usw. lagern, um sie denjenigen die Ausziehen mit zu geben. Sie sind um jeden Gegenstand froh den sie nicht kaufen müssen, es steht ihnen meist nur wenig Geld zur Verfügung.

Und so haben wir auch gestern wieder den Bus vollgeladen und sind umgezogen. Die zwei Umzieher waren glücklich in ihre neuen Wohnung mit Bett, Zudecken, Geschirr, Sofa, Stühle ziehen zu können.

 

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