Nabwalya

Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit mit Samuel und ein paar Sambischen Kollegen nach Nabwalya zu fahren um den Pastor der dortigen Kirche wieder zurück zu bringen.

Nabwalya ist ein kleines Dorf wo die Liebenzeller Mission mit unserer Partnerkirche vor vielen Jahren eine Arbeit gestartet hat. Nabwalya ist aber auch ein Dorf, das entlegener kaum liegen könnte. Es befindet sich im Luangwa Tal, genau zwischen zwei großen Nationalparks. Die Gegend gilt als eine der Tierreichsten Orte Afrikas. Wo man hin tritt findet man Elefanten und Büffel Hinterlassenschaften und hinter jedem Baum könnte ein Tier lauern. Dort wimmelt es nur so von Nilpferden, Büffeln, Elefanten, Antilopen und vielem mehr.
Insgesamt fährt man nach Nabwalya von uns aus ca. 12 Stunden, gut die hälfte davon auf unbefestigten Buschstraßen mitten durch unberührte Wildnis.

Als wir nach der langen Fahrt angekommen waren gab es als willkommensessen eine gute Portion Warzenschwein Fleisch mit Maisbrei. Am nächsten Tag saßen wir zusammen mit ein paar Männer, schon nach kurzem haben sie begonnen ihre Geschichten zu erzählen. Ein Mann blieb mir dabei besonders im Gedächtnis. Sein Ohr, sah nicht mehr ganz vollständig aus, dann erzählte er uns, dass es von einer Hyäne in einem Kampf abgebissen wurde. Auch der Arm seiner Frau ist völlig vernarbt, sie wurde beim waschen von einem Krokodil angegriffen und fast getötet. Ihr merkt schon, Nabwalya ist Afrika so wie man es sich vorstellt. In der Nacht hört man immer wieder wie Menschen viel lärm machen, in dem sie mit Stöcken auf alte Töpfe hauen um so die Elefanten von ihren Feldern zu verjagen die nicht selten durch das Dorf ziehen.

Dann erzählten die Männer noch, dass ein Freund von ihnen vor einiger Zeit von einem Leoparden mitten im Dorf getötet wurde. Darauf hin sagte einer der Männer das Tiere eigentlich nicht gefährlich sind, nur die Tiere sind gefährlich, die eigentlich Menschen sind. Also Menschen die sich in Tiere verwandeln können durch Zauberei. Für die Menschen dort und generell in Sambia ist Zauberei eine reale Gefahr, an die sie ohne Zweifel glauben. Tiere die Menschen töten, haben für sie immer etwas mit Zauberei zu tun und es muss jemanden geben, der dafür Verantwortung trägt und diesen Zauber bewirkt hat. Ihr seht also in was für einer anderen Welt diese Menschen Leben und in welchen Ängsten sie gefangen sind. Umso wichtiger ist es ihnen die befreiende Botschaft von Jesus zu bringen und ihnen den vorzustellen, der alle Macht der Welt hat!
Unter anderem haben wir eine Veranstaltung der Kirche besucht, das Kirchendach mit einigen Männern aus dem Dorf repariert und Zeit zum reden mit den Leuten eingeplant.

Ich hab euch einen kleinen Clip von der Zeit zusammengeschnitten. Viel Spaß

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.