Wieder in Deutschland

Da sitze ich also in unserer neuen Wohnung in Deutschland auf dem Sofa neben mir unser schlafender Sohn, der sich vor drei Wochen noch in meinem Bauch bewegt hat, und schreibe euch ein paar Zeilen, was schon lange überfällig ist.

Aber jetzt erst mal von vorne. 

Anfang Mai bin ich mit Junia in Sambia ins Flugzeug gestiegen. Zwei Flüge und 17 Stunden später haben wir Deutschen Boden betreten und sind für die nächsten Wochen bei meinen Eltern untergekommen. Zwei Wochen Quarantäne haben wir sehr gut überstanden und es hat uns gut getan langsam hier in Deutschland anzukommen. Vor allem für Junia war es hilfreich nicht gleich von vielen Leuten, begrüßt zu werden sondern sich Schritt für Schritt an mehr Menschen zu gewöhnen. Oma und Opa. Tanten, Onkels. Cousinen und Cousins. Und das alles ohne ihren Papa. Das soll so ein kleiner Kopf und kleines Herz erst mal verstehen und verarbeiten. Aber wir sind sehr dankbar, sie hat die ersten Wochen super gemacht!!

Ende Mai war es dann so weit Manu kam nach und ein paar Tage später sind wir dann alle zusammen in die Wohnung gezogen in der wir das nächste Jahr wohnen werden. 

Hatten wir schon mal erwähnt was für ein großes Geschenk die Wohnung ist? Fünf Minuten Fußweg zu meinen Eltern, Fahrrad Distanz zu einer meiner Schwestern und deren Familie, einen wunderschönen Garten, möbliert – was uns viel Geld und Nerven spart.

Endlich konnte neben Behördengängen, die auch erledigt werden wollten, etwas Normalität in unser Familienleben kommen. 

Früher als gedacht machte sich dann unser Sohn auf den Weg in die Welt, scheinbar hatte er es eilig. Das mit der Kulturanpassung hat im Bauch scheinbar noch nicht so funktioniert. Fast zwei Wochen vor Termin sind wir eines nachts ins Geburtshaus gefahren, um ihn zur Welt zu bringen. Es ging alles sehr schnell. Ich hab mich nach der Geburt schnell erholt, trotzdem waren die ersten Wochen Ruhe und Bett angesagt. Es heißt nicht um sonst Wochenbett. 

Langsam aber sicher sind wir nun dabei mehr Menschen zu treffen und wir sind sehr dankbar für Freundschaften die über die letzten Jahre auch über die große Distanz gehalten haben. 
Für Junia ist es jetzt aber tatsächlich etwas viel. Das neue Familienmitglied, welches sie so lieb hat mit dem sie aber auch die Aufmerksamkeit von Mama und Papa teilen muss, viele neue Leute, die sie kennen welche für Juni aber meist Fremde sind und dann die Ortswechsel, die Besuche mit sich bringen. Wir versuchen sie Best möglichst aufzufangen und beten für ihr Herz. Wenn ihr da mit uns mitbetet, sind wir euch sehr dankbar. 

Wir haben noch zwei Wochen bis der Reisedienst dann für uns anfängt und wir als Familie oder Manu allein in verschiedenen Gemeinden unterwegs ist und von unseren vier Jahren in Sambia berichtet. Bis dahin heißt es vorbereiten, weiter in Deutschland ankommen und Familienzeit genießen. 

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